Ein Minibackofen ist ein kompaktes und vielseitiges Küchengerät, das in den letzten Jahren immer beliebter geworden ist. Er bietet viele Vorteile, insbesondere für kleinere oder Singlehaushalte, eventuell auch nur als Ergänzung zu einem großen Backofen.
Warum ein Minibackofen?
Ein Minibackofen ist die kleinere Version herkömmlicher Backöfen und zeichnet sich durch ihre kompakte Bauweise aus. Der Garraum eines Minibackofens hat in der Regel ein Volumen von etwa 20 bis 40 Litern, deutlicher weniger als ein herkömmlicher Backofen. Beim Kauf eines Minibackofens muss man auch tatsächlich auf die Gestaltung des Garraums achten. Manche Geräte fassen fast alles, was im Backalltag so anfällt, in manche Geräte passt gerade mal eine Scheibe Toast. Ich hab das natürlich nachgemessen: 20 x 20 cm. Nicht nennenswert und die Bezeichnung „Garraum“ hat das absolut nicht verdient. Ich hatte das Teil leider ungesehen gekauft und darauf vertraut, dass schon ein Minibackofen drinstecken würde, wenn’s draufsteht. Und dann hab ich ihn wieder zurückgebracht. Das kann man sich sparen. Mein Tipp: Auf jeden Fall sollte man darauf achten, dass der Garraum für eine TK Pizza reicht. Auch wenn die ungesund ist, kriegt sie so ein Minibackofen doch gelegentlich reingeschoben.
🙁
Diese Eigenschaften bringt ein Minibackofen mit
Ein Minibackofen besteht aus einem Gehäuse, einem Heizelement, einem Thermostat und einem oder mehreren Rosten oder Backblechen. Eine Krümelschublade macht sich auch gut. Dann kann man alles, was mal durch’s Rost fällt, leicht entfernen.
Einige Modelle sind zusätzlich zu Ober- und Unterhitze mit einer Umluftfunktion ausgestattet. Die sorgt für eine gleichmäßigere Hitzeverteilung, reduziert die benötigte Temperatur. Gut ist es auch, wenn Ober- und Unterhitze unabhängig voneinander betrieben werden können. Dann kann man auch mit Oberhitze grillen oder mit Unterhitze leckere Soufflés zubereiten.
Die Temperatur lässt sich häufig zwischen 100 und 250 Grad Celsius einstellen, was eine große Flexibilität bei der Zubereitung von unterschiedlichen Speisen ermöglicht, sofern man sich auf die Temperaturregelung verlassen kann.
Ein weiteres Merkmal ist die schnelle Aufheizzeit im Vergleich zu herkömmlichen Backöfen. Einen Minibackofen muss man in der Regel nicht vorheizen. Die gewünschte Temperatur ist rasch erreicht.
Und ganz wichtig ist es, auf die Leistung des Gerätes zu achten. Viele Geräte in der unteren Preisklasse bringen weniger als 2000 Watt. Daran wird man nicht viel Freude haben.
Vorteile von Minibacköfen
1. Platzsparend und mobil
Der größte Vorteil eines Minibackofens ist seine kompakte Größe. Dadurch nimmt er weniger Platz in der Küche ein, was ihn besonders für kleinere Wohnungen oder Küchen geeignet macht. Außerdem lässt sich ein Minibackofen bei Bedarf leicht von einem Ort zum anderen transportieren. Er ist ständig vor Ort und überall einsatzfähig, wo es Strom gibt, sogar im Freien, zum Beispiel beim Campen.
2. Energieeffizienz
Im Vergleich zu herkömmlichen Backöfen sind Minibacköfen oft deutlich energieeffizienter. Das liegt daran, dass sie einen kleineren Garraum beheizen müssen. Bezogen auf einen Liter Garraum ist der Energieverbrauch eventuell hoch. Aber die Geräte haben ja nur wenig davon. Auch die kürzere Aufheizzeit trägt dazu bei, dass der Energieverbrauch im Vergleich zu größeren Geräten niedriger ausfällt. Dies macht Minibacköfen zu einer guten Wahl für Menschen, die auf ihren Energieverbrauch achten möchten. Tipp: Vorheizen ist auch in einem großen Backofen meist pure Energieverschwendung.
3. Vielseitigkeit
Minibacköfen können sowohl für einfache Gerichte als auch für komplexere Rezepte verwendet werden. Sie stehen in dieser Beziehung ihren großen Vettern in nichts nach. Dank der unterschiedlichen Funktionen wie Ober-/Unterhitze, Umluft und Grill kann ein Minibackofen dieselben Aufgaben wie ein großer Backofen übernehmen. Einige Modelle bieten sogar eine Pizza-Funktion.
4. Kosten
Minibacköfen sind in der Regel günstiger als große Backöfen. Gute Geräte sind schon für ca. 100 € zu haben. Beim Kauf sollte man allerdings auf die Leistungsstärke des Gerätes achten. Mindestens 2000 Watt sollten es für gute Ergebnisse schon sein. Da lohnt es sich unter Umständen, etwas tiefer in die Tasche zu greifen. Mein Gerät hat 2300 Watt und steht einem großen Backofen in nichts nach.
Nachteile von Minibacköfen
1. Begrenztes Volumen
Einer der größten Nachteile eines Minibackofens ist sein begrenztes Volumen. Mit einer Kapazität von etwa 20 bis 40 Litern ist der Ofen nicht für die Zubereitung großer Mahlzeiten oder für größere Haushalte geeignet. Wer regelmäßig große Mengen kocht oder eine große Familie zu versorgen hat, wird mit einem Minibackofen möglicherweise schnell an seine Grenzen stoßen. Ein großes Blech oder eine größere Menge an Lebensmitteln passt möglicherweise nicht hinein, was das Kochen oder Backen für größere Gruppen erschwert.
2. Ungleichmäßige Hitzeverteilung
Ein weiterer Nachteil ist, dass Minibacköfen manchmal eine ungleichmäßige Hitzeverteilung aufweisen. Besonders bei Geräten ohne Umluftfunktion kann es passieren, dass bestimmte Stellen des Ofens heißer sind als andere. Das kann dazu führen, dass der Inhalt unregelmäßig gart und an manchen Stellen zu stark gebacken ist. Modelle mit Umluftfunktion beheben dieses Problem oft, aber nicht alle Minibacköfen sind damit ausgestattet. Die Betonung liegt allerdings auf manchmal. Die meisten Geräte garen einwandfrei, zumindest, sofern sie nicht auch noch über eine zusätzliche Mikrowelle verfügen. Das ist zumindest meine persönliche Erfahrung.
3. Längere Garzeiten bei großen Mengen
Bei größeren Mengen brauchen Minibackofen längere Garzeiten. Wenn man beispielsweise einen ganzen Braten zubereiten möchte, kann es passieren, dass die Zubereitung mehr Zeit in Anspruch nimmt als in einem großen Ofen. Vermutlich kämpfen die Geräte mit einem ständigen Wärmeverlust, weil sie eben klein und weniger gut isoliert sind.
4. Temperaturregelung
Einige Minibacköfen bieten nicht die gleiche präzise Temperaturregelung wie größere Modelle. Besonders bei günstigen Geräten kann es zu Abweichungen bei der Temperatur kommen, was das Backen oder Grillen erschwert. Bei manchen Modellen ist es notwendig, die Temperatur öfter zu kontrollieren oder die Garzeit anzupassen, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Ich persönlich verändere die Temperatureinstellung an meinem Minibackofen gar nicht. Die Ergebnisse sind trotzdem immer sehr gut. Man muss auch delegieren können. 😉
5. Lebensdauer
Minibacköfen haben möglicherweise eine kürzere Lebensdauer als größere Geräte. Die Heizelemente und das Gehäuse können schneller abnutzen, insbesondere bei intensiver Nutzung. Vor allem wegen der oft sehr günstigen Preise wird eventuell nicht immer das beste Material verwendet.
Fazit
Minibacköfen bieten eine praktische und kostengünstige Lösung für Küchen mit wenig Platz oder Menschen, die keinen großen Backofen benötigen. Sie sind energieeffizient, vielseitig und ermöglichen eine schnelle Zubereitung von Speisen. Dennoch gibt es auch einige Einschränkungen. Wer die Vor- und Nachteile abwägt, kann entscheiden, ob ein Minibackofen eine geeignete Ergänzung für die Küche oder gar als Einzelgerät taugt. In jedem Fall bieten Minibacköfen eine ausgezeichnete Möglichkeit, Koch- und Backerlebnisse auf kleinerem Raum zu genießen. Wer beim Kauf auf Details wie Leistung, Funktionen und Größe achtet, kann sehr viel Freude an einem Minibackofen haben.